Ein kleines Experiment (Update3)

Mai 3, 2009

Unter http://experiment.beendet:8081/ (Url kann sich ändern, bitte diesen Artikel verlinken) läuft ein Server, der Zufalls-Weiterleitungen auf andere Webseiten macht. Das Programm merkt sich die Aufrufer und die Anzahl der bisherigen Aufrufe. Beim dritten Mal gibt es eine Warnung, beim jedem vierten Mal erfolgt eine Umleitung auf eine Stopp-Seite.

(Nutzer mit Browser-Tabs (Firefox, …) können mit der mittleren Maustaste klicken, dann öffnet sich ein neuer Tab mit der Seite .. geht schneller :)

Das Experiment zeigt zwei Dinge:

  1. Es ist möglich Nutzer gezielt auf andere Webseiten umzuleiten.
  2. Durch Prefetching (und Favicon holen) im Browser (Opera, Firefox, Google-Chrome, ..) werden manche Leute die Stoppseite manchmal nicht zu sehen bekommen. Also höchst wahrscheinlich auch  nicht die Stopp-Seite der Bundesregierung, die sie vor weiterem Handeln warnen soll.

(Update: Stopp-Seite jetzt auch beim fünften Mal, damit Ihr endlich die Stopp-Seite seht, die der Browser holt, aber nicht anzeigt!)

(Update2: Zweite Stopp-Seite ist jetzt etwas expliziter :)

(Update3: Wer will schickt mir seine IP-Adresse ..
.. und bekommt dann nur noch Stopp-Seiten :)

Mit der Bitte um Weiterverbreitung.

27 Antworten auf “Ein kleines Experiment (Update3)”

  1. Katharina Says:

    warnung kommt, stopschild aber nur ab und zu, nicht bei jedem 4.mal ^^
    ich benutze übrigens opera.
    (Christian: genau, was ich meinte! .. sehr gefährliche Sache, das ganze!)

  2. lomex Says:

    geniale idee, dieses stoppscipt!

    meine egebnisse (firefox/iceweasel 2.0.0.19):

    1-3 zufällige seiten
    4 warnung
    5 zufällige seite (quelle)
    6 warnung
    7 stoppseite (titanic)
    8 zufällige seite (http://de.wikipedia.org/wiki/Feldherr)
    9 zufälllige seite (http://de.wikipedia.org/wiki/Porzellan)
    10 warnung
    11 stopp (titanic)
    usw.


  3. Ich hab hier mit Safari auf dem Mac nur Weiterleitungen und die Warnung, aber noch keine Stoppseite gesehen.

  4. jahrra Says:

    selbes spiel mit firefox. krasse scheiße.

  5. elcario Says:

    Witzig, die Warnmeldung erscheint bei jedem 3. Aufruf. Vom Stopschild allerdings keine Spur.

    Browser: Chrome

  6. isegrim Says:

    Konqueror 3.5.10
    3 zufällige Seiten
    4. Seite ist Warnseite
    5. Seite ist Stopseite


  7. [...] mogis läuft ein interessantes Experiment, das Zufalls-Weiterleitungen auf andere Webseiten macht. Das Experiment zeigt zwei [...]


  8. [...] Ein kleines Experiment (Update3) « MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren [...]

  9. Christoph Says:

    Ich bekomme erst zwei Wiki-Seiten, danach nur den Hinweis, dass beim nächsten Aufruf das Stoppschild kommt. Als Favicon wird das des Titanic-Magazins gezeigt, aber ich werde nirgends weitergeleitet.
    Nach 10 Versuchen aufgegeben.

    Grundprinzip ist aber klar. HTML ist dafür da, von verschiedensten Servern Daten zu verknüpfen. Natürlich kann dann auch mal eine Grafik, z.B. vom Werbebanner, von einem gesperrten Server kommen. Gerade bei Bannern gibt der Hoster die Kontrolle ab.

    Viele Grüße,
    Christoph

    (Christian: Bei den Umleitungen sind die Inhalte nicht eingebunden .. Dein Browser wird wirklich dorthin geschickt .. Kein HTML! .. keine Spur davon, dass er für 1/10 Sekunde mal bei obiger Adresse angefragt hat .. die hat Ihn nämlich gleich weiter geschickt!)


  10. [...] und bekräftigt, dass ein Großteil der Taten im familiären Bereich stattfinden. Ebenfalls bei MOGIS findet sich der Link zu einem Server, auf dem man testen kann, wie leicht man die Stopp-Seite zu Gesicht bekommen kann – oder sie [...]


  11. [...] gegen Zensur 4. Mai 2009 — nothingelse89 Auf mogis.wordpress.com läuft momentan ein kleines Experiment zum Thema Internetzensur, das ich euch hiermit wärmstens ans Herz lege. Einfach mal ausprobieren, so lange euch dabei noch [...]


  12. [...] MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren – Ein kleines Experiment (Update3):Wie Umleitungen die Nutzer auf die Stopp-Seiten des BKA führen könnten. [...]

  13. lomex Says:

    hey cool, jetzt klappt es richtig. – … naja, “richtig”? aber wer surft schon (außer mir) mit useragent
    “Netnanny-Zensursula/04.09 (Stasi BRD 2.0; I; de)” :)


  14. Interessantes Experiment. Funzt wie von dir beschrieben, d.h. 2 x zufällig, 3. Seite: Warnung, 4. Seite: das satirische Stopp-Schild ;-)

    Ach ja, bin iA unter Ubuntu 8.04 mit dem aktuellen FF unterwegs und habe natürlich “Tabbed Browsing” genutzt …

    Grüße an alle.


  15. [...] Experiment ausgetüftelt … Außerdem zeigt MOGIS, daß man als von Mißbrauch Betroffene/r nicht auf die Opferrolle festgelegt ist, und das nicht durch therapeutisches Gefasel, sondern durch reale Handlungen.[...]

  16. Leo Says:

    Cool gemacht! Bei mir funzt mit Firefox 3.0.10 alles wie beschrieben.


  17. [...] Die Petition hat kürzlich die 40000er Marke überschritten und das in so kurzer Zeit. Zwischenzeitlich hat der Verein MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren) ein Experiment gestartet, in dem die Unsinnigkeit von Zensursulas Internetzensur deutlich gemacht wird. Hier gehts zum MOGIS Experiment. [...]


  18. Ich verstehe nicht wie das gemeint ist. Eine Stopp-Seite vor gesperrten Servern hat kein “weiter” link und wird auch nicht mit einem Session Zaehler versehen. Da werden einfach einzelne DNS Namen auf einen Web Server umgeleitet der nur die Stopp Seite zeigt.

    Dass man ohne eigene Beteiligung umgeleitet werden kann ist hingegen richtig (es sei denn man setzt NoScript auf paranoide settings).

    Gruss
    Bernd

    (Christian: Diese Umleitungen sind weder HTML noch Script-basiert .. um das zu verhindern muss Du Deinem Browser so einrichten, dass er keinen Weiterleitungen mehr folgt .. Naja .. dann gehen aber ganz viele Webseiten nicht mehr)


  19. [...] die Gefahren der geplanten Stopp-Seite beim BKA zu demonstrieren, finded bei mogis ein Kleines Experiment. Je nach Browser und Betriebssystem unterschiedlich, ist es möglich als ahnungsloser Surfer auf [...]

  20. art4body Says:

    Wer hier glaubt, daß eine IP Sperre tatsächlich was bringt, der ist Politiker oder Blind.
    Das einzige was sich ändert ist der Vertriebsweg dieser Verbrecher.
    Dann geht es über Highspeed Robotnetze – Wie war da doch gleich die Zahl für den letzten Virus oder Wurm oder wie auch immer
    7 000 000 infizierte PC’s inerhalb der ersten Wochen

    Gibt es nicht auch ein Gesetz gegen Spam ?
    Und bringt es was ?

    Es gibt hier nur die Tatsache daß es immer mehr missbrauchte PC’s gibt.

    Habt ihr schon mal davon gehört, daß z.B. einer der Viagralieferant als Auftraggeber für Spam vor Gericht geladen wurde?


  21. [...] Internet kann sich schneller verändern als wir Luft holen können. Kleines Experiment gefällig? http://mogis.wordpress.com/2009/05/03/ein-kleines-experiment Wenn Dir all das nicht gefällt, dann nutz‘ Dein Recht auf Mitbestimmung und zeichne jetzt die [...]


  22. [...] Dies könnte für Dich Folgendes bedeuten: Du surfst durchs Netz und findest einen Link, der heißt z.B. Tolle Angebote: Sonne, Sand und Meer zum Schnäppchenpreis. Weil Du gerade einen Urlaub buchen willst, freust Du Dich und klickst darauf. Doch die Verknüpfung, die sich hinter dem Text verbirgt, führt dich auf eine Stoppschild-Seite. Voilà, nun bist du erfasst! Sechs Monate später meldet sich die Staatsanwaltschaft bei Dir und sagt: „Sie waren auf der Website XY. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ Sehr wahrscheinlich wirst Du Dich nicht einmal mehr daran erinnern können. Von einem Beweis Deiner Unschuld ganz zu schweigen. Oder weißt Du heute noch, welche Websites Du am 25. November 2008 besucht hast? Wenn Du jetzt denkst, “Ich hab aber noch nie auf einen faulen Link geklickt”, dann kann ich Dich beunruhigen: Das Internet kann sich schneller verändern als wir Luft holen können. Kleines Experiment gefällig? http://mogis.wordpress.com/2009/05/03/ein-kleines-experiment [...]


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  24. [...] In diesem kleinen experiment wird verdeutlicht wie man auch mal zufälligerweise irgendwann zur falschen (gesperrten) Seite weitergeleitet werden kann: http://mogis.wordpress.com/2009/05/03/ein-kleines-experiment/ [...]


  25. [...] Internet kann sich schneller verändern als wir Luft holen können. Kleines Experiment gefällig? http://mogis.wordpress.com/2009/05/03/ein-kleines-experiment 7. DNS-Sperren in anderen Ländern laufen ins Leere Als erstes kamen die geheimen Listen irgendwann [...]


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